Infos für Spieleautoren

Einsendung von Spielideen & Tipps für Spieleautoren

Sie haben eine Spielidee entwickelt und suchen nun einen Verlag, der sie herausbringt?
Doch was nun?
Wie wir immer wieder feststellen, gibt es völlig falsche Vorstellungen von (angehenden) Autoren bezüglich den Leistungen eines Verlages und den Erwartungen, die an denselben gestellt werden. Daher erhalten Sie hier von mir (Henning Poehl) Tipps zur Vorgehensweise.
Hinweis: Diese Tipps entsprechen meinen persönlichen Vorstellungen und Erfahrungen. Es kann durchaus sein, dass es andere Verlage anders sehen.

Allgemeine Tipps

  1. Wenden Sie sich mit Ihrer Spielidee erst an einen Verlag, wenn Sie Ihre Regeln vollständig ausformuliert haben und Sie einen spielbaren Prototyp besitzen, den Sie dem Verlag jederzeit zukommen lassen können.

  2. Was Sie nicht tun sollten:
    1. Senden Sie niemals einen Prototypen unaufgefordert an einen Verlag!
      Dies verursacht nur Ihnen und dem Verlag (der den Prototypen zurückschicken muss) unnötige Kosten.
    2. Senden Sie keine Faxe, die sinngemäß folgenden Inhalt haben: "Ich habe eine Spielidee. Ich schicke Sie Ihnen zu, wenn Sie mir auf diesem Fax unterschreiben, dass Sie die Spielidee nicht stehlen."
      Dies verbraucht nur Tinte und Papier der angeschriebenen Verlag. Bei uns landen diese Faxe gleich im Papierkorb. Zum einen würde Sie ein unterschriebenes Fax nicht vor dem Diebstahl einer Spielidee schützen und zum anderen ist die Basis zwischen einem Verleger und seinem Autor Vertrauen, das Sie offensichtlich nicht in den Verleger setzen.
    3. Schreiben Sie einen Verlag nicht mit folgendem Wortlaut an: "Ich habe eine tolle Spielidee. Wenn Sie Interesse haben, schicke ich Sie Ihnen zu."
      Als Verlag bekommt man ständig Spielideen unaufgefordert zugesandt. Darunter sind zahllose Einsendungen, die für den Verlag nicht annähernd zu gebrauchen sind. Warum sollte man da auf eine solche Anfrage reagieren, zumal die Einfallslosigkeit der Anfrage ebensolches für das Spiel erahnen läßt (was völlig falsch sein kann).
    4. Verwenden Sie in Ihrem Anschreiben keine Formulierungen wie: "Ich fand das Spiel bei Testspielen ganz nett" oder "Meinen Freunden hat es ganz gut gefallen". Spieleverlage sind ständig auf der Suche nach "dem" Spiel, das möglichst alle "super" finden.
      Spiele, die ganz "nett" oder "ganz gut", sind gibt es zahllose, werden aber von keinem Verlag willentlich als solches hergestellt. Wenn Sie selbst schon so wenig von Ihrer Spielidee halten, was soll denn dann ein Verlag davon halten, der tagtäglich zahlreiche Spielideen testet?
    5. Reichen Sie nach Möglichkeit Ihre Spielidee nicht gleichzeitig bei mehreren Verlagen ein. Wenn Sie es dennoch tun, weisen Sie bitte die angeschriebenen Verlage deutlichst darauf hin.
      Es kostet einen Verlag viel Zeit, sich mit Ihrer Spielidee auseinanderzusetzen. Es ist daher für einen Verlag besonders ärgerlich, wenn er sich lange mit Ihrem Spiel auseinandergesetzt hat und dann erfährt, dass Sie sich für einen anderen Verlag entschieden haben.
  3. Und so sollten Sie bei einer Kontaktaufnahme vorgehen:
    1. Informieren Sie sich über das Programm der Verlage. Überlegen Sie, ob Ihr Spiel überhaupt in das Verlagsprogramm passt. Versuchen Sie folgende Frage zu beantworten: Warum ist mein Spiel für den von mir ausgewählten Verlag interessant (es reicht nicht, dass es "gut" ist)?
    2. Schreiben Sie den Verlag an. Stellen Sie Ihre Spielidee kurz umrissen (maximal eine DinA4 Seite) vor. Heben Sie, wenn möglich, hervor:
      • Ziel des Spiels
      • Spielmechanismus
      • Benötigte Spielmaterialien
      • Was ist an Ihrem Spiel neu?
      • Was sind die Besonderheiten des Spielmechanismusses?
      • Warum ist es für den Verlag geeignet?
      • Was finden Sie an Ihrem Spiel besonders gut.
      • Fügen Sie Grafiken und/oder Fotos vom Prototyp bei, die eine Vorstellung vom Spiel vermitteln.
    3. Seien Sie nicht (zu) enttäuscht, wenn Ihre Spielidee abgelehnt wird (ich weiß, das ist schwierig), denn es gibt viele Gründe, warum Ihr Spiel abgelehnt werden kann.
      Hier ein paar Gründe, warum ein gutes Spiel abgelehnt werden kann:
      • Sie haben nicht den Spielegeschmack der Testpersonen getroffen (auch Spiele sind, wie alles, Geschmackssache)
      • Ihr Spiel paßt nicht in das Verlagsprogramm (sowas läßt sich meist vorab klären, im Zweifelsfall einfachen mal anrufen!)
      • Ihr Spiel erinnert vom Mechanismus her an ein Spiel, das schon im Verlagsprogramm ist oder war.
      • Ihr Spiel war einfach zur falschen Zeit in den falschen Händen.

    Bedenken Sie bitte, es sind alles nur Menschen, die Ihr Spiel ansehen. Menschen mit Fehlern, wie Sie auch nicht frei von Fehlern sind. Bedenke Sie auch, dass Ihre Spielidee nicht die einzige ist, die sich die Bearbeiter anschauen müssen. Tauschen Sie sich mit anderen Autoren aus. Kommen Sie nach Göttingen (nicht um Ihre Spielidee zu verkaufen, sondern um sich mit anderen Autoren auszutauschen).

Spezielle Tipps für Einsendungen an den Sphinx Spieleverlag
Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, uns eine Spielidee von Ihnen zuzuschicken, dann möchten wir Sie auf folgende Punkte hinweisen:

  1. Der Sphinx Spieleverlag ist ein Kleinverlag, der Spiele in erster Linie im Eigenverlag produziert.
  2. Aus erstens ergibt sich, dass unsere finanziellen Mittel beschränkt sind und wir nur in Ausnahmefällen Spiele anderer Autoren produzieren werden.
  3. Der Sphinx Spielverlag bringt nur Spiele mit skurrilen Themen und/oder biologischen Themen heraus. Sollte sich Ihr Spiel nicht in diese Themengebiete einordnen lassen, so müssen wir Ihre Spielidee schon jetzt (unbesehen) zurückweisen.
  4. Die Mühlen der "Spielehersteller" mahlen langsam und beim Sphinx Spieleverlag besonders langsam. Sollten Sie innerhalb von drei Monate nach Einsendung einer Spielidee nichts von uns gehört haben und Ihr Spiel zu dem in "drittens" erwähnten Themengebieten gehören, dann fragen Sie doch bitte bei uns nach.
  5. Sollten wir uns für Ihre Spielidee interessieren, dann rechnen Sie frühstens in zwei Jahren mit einer Veröffentlichung. Sie dürfen in der Zwischenzeit gerne auch mit anderen Verlagen verhandeln. Teilen Sie uns das dann aber bitte mit (nur wenn wir Interesse an Ihrem Spiel bekundet haben).
  6. Der Sphinx Spielverlag unterstützt gerne junge Autoren, und so beraten wir Sie gerne, auch wenn Ihr Spiel vielleicht nicht für unseren Verlag in Betracht kommt.
  7. Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, Ihr Spiel im Eigenverlag herauszubringen, dann beraten und unterstützen wir Sie gerne (wir wären hier auch an Kooperationen interessiert), damit Sie nicht unnötige "Anfängerfehler" machen.
    Rufen Sie uns dann am besten einfach mal an (06221/874882 Ansprechpartner: Henning Poehl).

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